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Der RE.CK

Bauinnovation designed für Wiederaufbau

Der Recyclingstein RE.CK wurde von Alfons Schwiderski seit Mai 2024 speziell für den Einsatz in Wiederaufbaukontexten etwa im Mittleren Osten entwickelt, mit dem Ziel, die Herstellung auf dort bereits vorhandenen Maschinen zu ermöglichen. Das Steinformat folgt einem bewusst einfachen Nut‐und‐Feder‐Design, das Querbewegungen der Wand verhindert, eine kontrollierte Längsverschiebbarkeit zulässt und damit insbesondere in Erdbebengebieten Vorteile bietet, weil Bewegungsfugen Kräfte aufnehmen und Schäden reduzieren helfen.

Erste Skizzen von Alfons Schwiderski

Alfons und Omar mit dem RE.CK Prototypen

Cradle-to-Cradle Prinzip

Mit rund 11 kg ist der Stein so dimensioniert, dass er im Notfall von Hand bewegt und verbaut werden kann, gleichzeitig aber für serielle, maschinelle Produktion optimiert ist. Ein zentrales Entwurfskriterium ist der Verzicht auf Mörtel: Die Tragfähigkeit der Wände ergibt sich aus Eigengewicht, vertikalen Lasten und Reibung, sodass auch angelernte Arbeitskräfte ohne spezialisierte Maurerqualifikation bauen können und Gebäude später demontierbar bleiben.

Materialseitig verfolgt RE.CK das Ziel, Sand und Kies vollständig durch recycelten Bauschutt zu ersetzen und den Zementanteil perspektivisch stark zu reduzieren oder durch alternative Bindemittel wie Tone und Aschen zu ersetzen. Der aktuelle Entwicklungsstand liegt bei einer Rezeptur mit etwa 3% Zementanteil, die bereits eine praxistaugliche Aushärtung erlaubt und eine solide Basis für die Weiterentwicklung hin zu nahezu zementfreien Systemen bildet.

Die Vorteile des RE.CK im Überblick

Recycelt

Bis zu 97% Kombination aus recyceltem Bauschutt und Asche, Ton und Lehm als Bindemittel (restliche 3% Wasser).

Einfach

Dezentralisierte, On-site Produktion, 
für kleine Betriebe oder Hilfsteams direkt vor Ort – schnell, günstig und unabhängig.

Kreislaufgereicht

Cradle-to-Cradle Design – geeignet für bis zu viergeschossige Wohngebäude – weder Zement noch Bewehrung oder Mörtel nötig.

Flexibel

In intensiver Entwicklungsarbeit sind sechs verschiedene Typen von RE.CK-Modulen konzipiert worden, die flexibel kombiniert werden können.

Diese Module bieten eine stabile, nachhaltige und anpassungsfähige Lösung für den Bau von Wohn- und Infrastrukturprojekten – überall dort, wo Ressourcen knapp und schnelle Lösungen gefragt sind.

Konzeption & Bauphasen

Die modulare Bauweise schafft maximale Flexibilität. Das Quartier entsteht in drei Bauabschnitten, wobei schon eine einzelne Wohneinheit eigenständig realisiert werden kann.

In der zweiten und dritten Phase wächst das Gebäude um weitere Wohneinheiten (4 pro Geschoss) und Etagen. So entsteht Schritt für Schritt ein viergeschossiges Wohnquartier mit 16 Wohnungen und einem begrünten Innenhof als gemeinschaftlichem Treffpunkt. Die offene Treppenkonstruktion sorgt dabei für kurze Wege und eine sichere Fluchtmöglichkeit aus allen Bereichen.

Phase 1: 1 Wohnung

Phase 2: 4 Wohnungen

Phase 3: 16 Wohnungen